"In Zeiten umfassender Täuschung, wird das Aussprechen der Wahrheit zu einem revolutionären Akt." - George Orwell

Montag, 28. März 2016

Nach dem Schwarzen Dienstag in Brüssel

by Maria Lourdes @ lupo cattivo

“Der Brüsseler Schwarze Dienstag hat natürlich ganz…”…. Wir müssen doch versuchen, die Emotionen zu kontrollieren, um weiter denken zu können.
Hier einen Beitrag zum Nachdenken von einer Muslimin.

Nach dem Schwarzen Dienstag in Brüssel
Ein Artikel von Milena Rampoldi bei ProMosaik


Terror im Herzen Europas. In den Nachrichten spricht man nur von Kontrolle, von der Notwendigkeit der Terrorabwehr, des Datenaustausches zwischen den europäischen Geheimdiensten und der Modalitäten zwecks Verhinderung der Umsetzung der Pläne durch ein Terrornetzwerk, dem man auf die Spur kommen soll und muss, koste es was es wolle. Man muss mehr kontrollieren, mehr Sicherheit aus dem Nichts erschaffen. Aber alles abschirmen ist unmöglich, dies behauptet man am Ende dieser unsinnigen Diskussion – mehr dazu hier!

Wenn man nicht mehr weiter weiß, zeigt man die Flüchtlinge in Idomeni mit ihren Zetteln, auf denen „Sorry“ steht. Die Flüchtlinge entschuldigen sich für die Anschläge, für Anschläge, die sie nicht begangen haben und mit denen sie gar nichts können, denn sie sind die Opfer der westlichen Kriege und Angriffe. Gleichzeitig werden alle Muslime und somit auch alle Flüchtlinge verdächtigt. Und die Medien machen indirekt mit, denn es werden ganze Viertel, die sogenannten „umgekippten Viertel“ kriminalisiert, die wahllos durchsucht werden. Menschen werden festgenommen und wieder freigelassen, nur weil sie aus Brüssel kommen und islamischen Glaubens sind. 

Es wird nach den Auswirkungen des Terrors auf die Börsen geschaut, die „zittern“, als wären Börsen die Opfer des Terrors, als würden sie menschliche Züge annehmen können. Man spricht nur von der Solidarität zwischen den Staaten und den Bekundungen derselben in den Farben der belgischen Flagge. Es geht um Nationen, die Macht des Westens und des neoliberalen Systems, die dennoch weiter besteht – trotz des „islamistischen“ Terrors – und sich vom Terror nicht erschüttern lässt, die Kontrolle des Terrorismus, die Geheimdienste, die Grenzen des Sicherheitsstaates, aber nie um das Thema Nummer 1, wenn es um die brutalen Terrorangriffe geht, und zwar um die Zivilisten.


- herzlichen Dank an Maria Lourdes, Lupo Cattivo und Milena Rampoldi für diesen Beitrag!

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